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Spurensuche

In Zeiten von Smartphones und Internet sind wir uns meist gar nicht bewusst, welche Daten über uns gesammelt werden. In früheren Zeiten war es da schon übersichtlicher. In den Kirchenbüchern und Registern der Standesämter findet man die Lebensdaten und Angaben zur Familie. Hatten die Vorfahren Grundbesitz sind meist auch in Steuerlisten Informationen verzeichnet. Über das Leben der Ahnen ist indes meist wenig in Erfahrung zu bringen. Persönliche Unterlagen sind selten und in öffentlichen Quellen sind meistens nur bei Rechtsstreiten weitere Informationen enthalten.

In den meisten Fotoalben finden sich Bilder aus Kriegszeiten. Sei es als Bild-Postkarte oder als Foto, die Daheimgebliebenen sehnten sich auch nach Bildern ihrer Angehörigen. Für die Soldaten selbst war es eine Erinnerung an die Kameraden, die aus den unterschiedlichsten Orten und Gegenden kamen. Zudem wusste man nie, ob und wann man sich wiedersieht.

Der Alltag der Vorfahren wurde meist nicht festgehalten. Gerade dies ist aber der interessantere Teil der Ahnenforschung. Aus den Berufsbezeichnungen und Informationen aus Chroniken und Büchern kann man sich das Leben in der Vergangenheit zwar in etwa ausmalen, ein Bericht aus erster Hand ist für den Forscher jedoch Gold wert.
In jüngeren Jahren, als die Fotoapparate transportabel wurden, gibt es vermehrt auch vom Arbeitsalltag Aufnahmen.